Wieder in Reinbek: Emissionsfrei transportierte Bio-Schokolade

Oktober 2018 | Nach dem Absatzerfolg zum diesjährigen Osterfest, machten sich Anfang Oktober wieder vier Lastenräder der Klimaschutz-Initiative Sachsenwald und des ADFC Reinbek auf den Weg nach Amsterdam, um emissionsfrei feinste Bio-Schokolade nach Reinbek zu holen.

Selbstverständlich sind die verarbeiteten Kakaobohnen zuvor ebenfalls nicht mit Dieselkraft, sondern per Segelschiff aus der Karibik zur holländischen Schokoladenmanufaktur befördert worden.


Nach einer guten Woche Hin- und Rückfahrt und mehr als 1.000 geradelten Kilometern, passierten die „Muskelspediteure“ vor wenigen Tagen die Elbbrücken und haben die 100 kg süße Ladung trocken und unversehrt an die Einzelhändler  ausgeliefert. Erneut konnte demonstriert werden, wie leistungsfähig moderne Lastenräder im Alltag sind. Sie sind durchaus in Lage, bisher Kfz-gebundene Transporte auf lokaler Ebene durch eine umweltfreundliche Alternative zu ersetzen.


Als studentisches Lastenrad-Projekt 2017 in Münster gestartet, nahmen bei der mittlerweile 4. Auflage der sogenannten “Schokofahrt“ mehr als einhundert  RadlerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Über eine Tonne Schokolade wurde so zu Abnehmern in Deutschland und  Österreich transportiert. Im Norden ist die Schokolade nur in Hamburg, Kiel und in Reinbek bei ONKEL DIETER´s NATURKOSTLADEN, Am Ladenzentrum 5 erhältlich, … natürlich nur so lange, wie der Vorrat reicht!

Etablierung eines Nachhaltigkeitszentrums mit Repair-Café

Der Gedanke der Ressourcenschonung soll von der Klimainitiative ebenfalls bedacht werden

Die Klimaschutzinitiave Reinbek will nach dem Erfolg des Repair-Cafes weitere Gelegenheiten für die Förderung von Nachhaltigkeit und Recourssenschonung an einem zentralen Treffpunkt in Reinbek etablieren. Spätere Dienstleistungen können ein Beratungsbüro zu Energieeffizienz, Wärme, usw. sein.
 
Im Einzelnen:
Mit dem Repair-Cafe Reinbek haben wir seit März 2015 alle 2 Monate einen Treffpunkt geschaffen, der zu gemeinsamem Reparieren ebenso einlädt, wie zu nettem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Wir wollen Menschen aller Generationen miteinander in Kontakt bringen. Das Motto ist immer, wie können wir lieb gewonnene Gegenstände erhalten und vor der Mülltonne bewahren. Die handwerklichen Talente gerade auch älterer Besucher werden genutzt. Ihre wertvollen Reparaturerfahrungen teilen Sie mit den Hilfesuchenden und anderen ehrenamtlichen Reparaturfreunden. Ob Textilien, Elektrogeräte oder Spielzeug; Viele defekte Gegenstände, die durch professionelle Handwerksbetriebe nicht mehr wirtschaftlich in Stand gesetzt werden können, finden ein 2. Leben. Selbst, wenn dies nicht gelingt, so ist der fachmännische Segen zur Entsorgung für manche Besucher schon eine Auskunft, die das Kommen gelohnt hat.

Nachdem das Cafe etabliert ist und die Besucherzahlen sich nach oben entwickeln, wollen wir mehr.

Hier unsere Ideen für ein Nachhaltigkeitszentrum – genannt Klimaladen:
Reinbeker geben hier funktionierende Dinge ab, die sie nicht mehr brauchen. Bedürftige holen sie ab, Nichtbedürftige zahlen einen kleinen Preis.

Außerdem könnten hier Flyer und Info-Broschüren ausgelegt werden. Zusätzlich könnte der Ort für Veranstaltungen jeder Art genutzt werden. Wir denken an Beratungs- und Informationsevents zu  Energieeffizienz, Wärmewende, moderner Mobiliät usw.

Betreiber dieser Begegnungsstätte im Zeichen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und bürgerschafltichen Miteinanders können verschiedene Institutionen sein, die sich der Idee gleichermaßen verbunden fühlen. Denkbar sind Kooperation mit dem 3.Welt-Laden der Kirche Reinbek-West / BUND / NABU / ADFC / VCD. Je mehr Mitstreiter sich finden, umso besser ließen sich Öffnungszeiten sicherstellen, zu denen der Laden besetzt ist. Öffnen sollte er insbesondere auch in den Abendstunden zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Dies erleichtert auch den Berufstätgen einen Besuch bzw. die Unterstützung der Gemeinschaftsaktionen.

Die Einrichtung einer "Werkzeugbibliothek", in der hochwertige Werkzeuge zum Verleih bereitsthehen. Dies wäre ein zusätzlicher Zweig zur Förderung der gemeinsamen,  kostensparenden Recourssenschonung, durch Reparatur statt Ersatz.

Und schließlich wünschen wir uns ein Zentrum, an dem zukünftig auch Beratungsleistungen anderer Art (z.B. zu Themen wie (urbanem) Gärtnern, Hauswirtschaft, Ernährungsberatung, Mediation, Seminare zu gewaltfreier Kommunikation, Resilienz, Coaching, usw) angeboten werden könnten.

Ziele des Nachhaltigkeitszentrums/Klimaladens sind:
Schaffung eines Ortes, an dem Themen wie das Enerigesparen, die Wärmewende, die Recourssenschonung auf lokaler Ebene ihren prominenten Platz finden. Es soll eine Anlaufstelle zur Steigerung des Verständnisses der vielen Herausforderungen und Zusammenhänge des Klimawandels sein.

Und: wir wollen praxisorientierte Lösungen finden, die auf die Bedingungen vor Ort zugeschnitten sind. Diskussion, Umsetzung und Verbreitung mit den Menschen aus der Region für die Region."

Und nun sind Sie dran: für Anregungen, Ergänzungen, neue Ideen bitte die Kommentarfunktion nutzen. Hoffentlich auf bald im Klimaladen Reinbek.

 

Spiegel Online berichtete über ein solches Repair-Café in Hamburg Sasel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/in-repair-cafes-werden-defekte-gegenstaende-repariert-a-970554.html