Podiumsdiskussion „Greta schafft das nicht allein!“

September 2019 | Mölln „Greta schafft das nicht allein!“ war die Überschrift einer Veranstaltung der beiden Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz und Oliver Krischer (beide Bündnis 90/Die Grünen) Anfang September in Mölln. Vertreter von Plant for the Planet, Fridays for Future, dem e-werk Sachsenwald und der Klimaschutzinitiative Sachsenwald präsentierten sich und ihre wichtigsten Themen.

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Vortrag zu naturnaher Gartengestaltung sehr gut besucht

Unter dem Titel „Für Biene, Falter & Co – praktische Pflanztipps für Garten und Balkon“ lauschten am 24.04. im Reinbeker Rathaus rund 60 Besucher gebannt dem Vortrag von Thomas Behrends, Diplom-Biologe vom NABU.

Puppenräuber, Wildbienen oder Wegwarte, Thomas Behrends, kennt sie alle. Äußerst sachkundig, humorvoll, mit leuchtenden Augen und teils spektakulären Fotografien beschrieb er, wie 69.000 Arten unsere deutschen Naturräume bunt, summend und lebendig machen und wie sehr diese Artenvielfalt gefährdet ist.

 

Wer der Einladung von NABU, BUND und  Klimaschutz-Initiative Sachsenwald zu dieser Veranstaltung gefolgt war, hoffte vielleicht auf Nennung der zehn insektenfreundlichsten Pflanzen für den eigenen Garten und wie man sie am Besten aufzieht.

 

Detailliert erfuhren die Gartenfreunde aber zunächst, wie lebenswichtig ihre guten Vorsätze für die eigene Scholle tatsächlich sind. So schreitet das Artensterben nicht erst in den letzten Jahren, sondern schon seit 1990 stetig voran. „Unter den Insekten ist seither ein Verlust von 75 % der Biomasse zu beklagen.“ Dies wusste Thomas Behrends mit Studien explicit zu belegen. Und weil die Insekten am Anfang der Nahrungskette stehen und auch die bestäubenden Arten wie Bienen oder Hummeln massiv bedroht sind, wirkt sich der Artenrückgang unmittelbar auf das gesamte Ökosystem und auf die Produktion z.B. für Obst und Gemüse aus. Diese Fakten seien lange bekannt. Die Politik sei Teil des Problems, denn sie reagiere nicht darauf. Im Gegenteil. Der große Puppenräuber, ein prächtig schimmernder Käfer, und nur ein Beispiel von Herrn Behrends, ist durch massiven Insektizideinsatz in Norddeutschland ausgerottet worden. Das Gift galt eigentlich seinem Lieblingsbeutetier, dem Prozessionsspinner. Wäre die Vergiftung unterblieben, hätten sich die verfeindeten Populationen selbst unter Kontrolle gehalten. Außerdem, so Behrends weiter, werde leider monokulturelle Landwirtschaft (Raps, Mais) auf riesigen Flächen gefördert und nicht Biodiversität. Wo noch Wiesen existierten, würden diese industriell und so häufig gemäht, dass sie für Insekten keinen Lebensraum mehr bilden könnten.

 

Was also tun, wenn überdies selbst Naturschutzgebiete heute durch den zunehmend von Menschenhand mit Stickstoff gesättigten Regen überdüngt sind und vermoosen? „Jeder Gartenbesitzer kann einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.“

 

Thomas Behrends empfahl etwa Insektenhotels, Stock- oder Kletterrosen, Glockenblumen, Lichtnelke, Schlangenlauch oder Majoran im eigenen Garten „Bohren Sie in eine dicke Holzscheibe Löcher, nicht größer als 3-6 mm. Aber wundern Sie sich nicht. Die Wildbienen kommen, legen Eier in die Löcher, verkleben diese und später schlüpfen dort auch mal Fliegen. Warum? Weil in unbeobachteten Momenten auch Fliegen Ihre Eier dort ablegen, die sich dann später als Raupen von der Bienenbrut ernähren.“

 

Der Referent riet zur gärtnerischen Experementierfreude und wusste noch besonders für die Wegwarte („gehört zur TopTen“) zu begeistern. Deren wunderschöne Blüte sei für viele nur am Wochenende zu bewundern. Warum? „Sie öffnet ihre Blüten immer nur vormittags, in der Zeit von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr, also genau dann, wenn viele Menschen bei der Arbeit oder unterwegs sind.“

 

Voll mit Eindrücken und Anregungen nahmen die Besucher nach Ende des Vortrags noch dankbar Broschüren und Wildblumensamen der Veranstalter entgegen und sicher auch den Vorsatz mit nach Hause, zum Schutze der Insekten ihr Verhalten nicht nur beim Gärtnern zu verändern.

 

Vortrag Prof. Mojib Latif: Herausforderung Klimawandel

Januar 2019 | Reinbek – Ende Januar war der international bekannte Klimaforscher Prof. Mojib Latif im Rahmen der neu ins VHS-Programm aufgenommenen Umweltreihe in Reinbek zu Gast

um im bis auf den letzten Platz besetzten Sitzungssaal des Rathauses vor ca. 160 Zuhörern über die »Herausforderung Klimawandel« zu sprechen. Ein Bericht aus DER REINBEKER vom 11. Februar 2019:

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Rekordbesuch beim Reinbeker Repair Café

November 2018  |  "Wir haben zu wenig Laufzettel" stellte Stefanie Dollen vom Organisationsteam des Repair-Café Reinbek schon 1 Stunde nach der Eröffnung etwas nervös fest. Die Menschen aus Reinbek und Umgebeung strömten in Scharen zu den ehrenamtlichen Reparaturhelfern.

Ihr Auftrag: an diesem Sonntag in 2,5 Stunden wieder schwächelnden Toastern, Staubsaugern, Spielzeugen, Hifigeräten, Küchenmaschienen oder auch hilfebedürftigen Textililen ein neues Leben einhauchten.

Der Andrang war diesmal so groß, das sich fast durchgängig eine Schlange von bsi zu 3 Wartenden am Empfang bildete. Dort erhalten die Besucher eine kurze Einweisung in den Ablauf der Veranstaltung und – ganz wichtig – eine Nummer mit der sie aufgerufen werden. Bei Nummer 39 waren die vorbereiteten Laufzettel dann tatsächlich zur Neige gegangen und es ging mit handgeschriebenen Zetteln weiter. Mit den Laufzetteln werden auch Erfolg und Misserfolg der Veranstaltung erfasst. Am Ende dieses Nachmittags verzeichente  Rolf Eichhorst, der Initiator der Treffen, "spektakuläre 60 Reparaturwünsche, ein absoluter Rekord". Dass die Besucher trotzdem oft nicht lange warten mussten, lag an der mittlerweile eingespietlen Organisation und der diesmal sehr guten Besetzung der Gruppe mit insgesamt 11 Reparateuren und 3 Organisationshelfern. "30 Reparaturen gelangen sofort, einige mussten vertagt werden und nur rund 20 Versuche scheiterten." resummierte Rolf Eichhorst. Manchmal fehlten Bauteile, oder der Zugang ins Innere von verschweißten statt verschraubten Geräten. Aber auch in solchen Fällen gehen die Besucher in der Regel zufrieden und mit dem Gefühl nach Hause, Ihr Lieblingsstück nun guten Gewissens entsorgen zu können.

"Hier ist ja richtig was los", staunte auch Uschi Rösler vom Mehrgenerationhaus in Geesthacht. Sie will dort am Sonntag, den 18.11. von 15.00 bis 17.00 Uhr das erste Geesthachter Repair Café veranstalten. Sie schaute den Reinbeker "Profis" über die Schulter und war dankbar für Tipps und Anregungen, um auch die Premiere im Nachbarort zu einem Erfolg werden zu lassen. Das Reinbeker Team freut sich indes über die neue Anlaufstelle, insbesondere für die Besucher, die erst noch Ersatzteile beschaffen müssen. "Sie müssen dann nicht 8 Wochen warten, bis wir wieder öffnen, sondern können im Nachbarort Hilfe finden" so Rolf Eichhorst. "Und der heutige Erfolg zeigt doch, dass die Idee immer mehr Freunde findet". Wer mehr zu der Reparaturinitiative erfahren möchte, kann dies auf dem Reinbeker Lichterfest am 30.11.2018 am Info-Stand der Klimaschutzinitative Sachsenwald. Diese Bürgerinitiative richtet das Reinbeker Repair Café seit 3 Jahren aus und informiert dort auch über viele weitere Mitmachprojekte zu den Themen Ressourcenschonung, neue Mobilität und Klimaschutz.

Wieder in Reinbek: Emissionsfrei transportierte Bio-Schokolade

Oktober 2018 | Nach dem Absatzerfolg zum diesjährigen Osterfest, machten sich Anfang Oktober wieder vier Lastenräder der Klimaschutz-Initiative Sachsenwald und des ADFC Reinbek auf den Weg nach Amsterdam, um emissionsfrei feinste Bio-Schokolade nach Reinbek zu holen.

Selbstverständlich sind die verarbeiteten Kakaobohnen zuvor ebenfalls nicht mit Dieselkraft, sondern per Segelschiff aus der Karibik zur holländischen Schokoladenmanufaktur befördert worden.


Nach einer guten Woche Hin- und Rückfahrt und mehr als 1.000 geradelten Kilometern, passierten die „Muskelspediteure“ vor wenigen Tagen die Elbbrücken und haben die 100 kg süße Ladung trocken und unversehrt an die Einzelhändler  ausgeliefert. Erneut konnte demonstriert werden, wie leistungsfähig moderne Lastenräder im Alltag sind. Sie sind durchaus in Lage, bisher Kfz-gebundene Transporte auf lokaler Ebene durch eine umweltfreundliche Alternative zu ersetzen.


Als studentisches Lastenrad-Projekt 2017 in Münster gestartet, nahmen bei der mittlerweile 4. Auflage der sogenannten “Schokofahrt“ mehr als einhundert  RadlerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Über eine Tonne Schokolade wurde so zu Abnehmern in Deutschland und  Österreich transportiert. Im Norden ist die Schokolade nur in Hamburg, Kiel und in Reinbek bei ONKEL DIETER´s NATURKOSTLADEN, Am Ladenzentrum 5 erhältlich, … natürlich nur so lange, wie der Vorrat reicht!